Man sieht es schon von weitem, zahlreiche Schilder weisen den Weg: das Stahlwerk ist in Eisenhüttenstadt allgegenwärtig. Und so kam auch mein Gast, der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil, schnell ans Ziel.

Eingeladen hatte ich ihn gemeinsam mit dem Betriebsrat von ArcelorMittal. Als überzeugter Gewerkschafter sind die Kolleginnen und Kollegen vor Ort für mich immer die ersten Ansprechpartner, schließelich geht es um ihre Arbeitsplätze. Geplant war ein zweistündiger Besuch, am Ende blieb Hubertus Heil noch eine Stunde länger. Wir hatten auch einiges zu besprechen!

Hauptgesprächsthema bei unserem Besuch war die CO2-Transformation, die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion. Damit das gelingt, bedarf es immenser Fördermittel seitens der Bundesregierung, aber auch konkrete Hilfen beim Thema Aus- und Weiterbildung.

v.n.l.r: Mathias Papendieck, Dirk Vogeler, Hubertus Heil

Klar ist: der Wandel kann nur gelingen, wenn alle Beschäftigten auf die neuen Technologien und Aufgabenfelder vorbereitet werden und die dringend nötigen Investitionen getätigt werden. „Wir sind ein integriertes Hüttenwerk und das wollen wir am Ende der Transformation auch sein“ stellte der Betriebsratsvorsitzende Dirk Vogeler klar.

Hubertus Heil hörte zu, stellte Nachfragen, schrieb fleißig mit und versprach, schnellstmöglich ein Gespräch im Ministerium zu organisieren. Und auch ich als Kreistagsabgeordneter habe jetzt einiges auf meiner to do Liste: eine Umstellung der Produktion funktioniert nur mit einer ausreichenden Wasserstoffversorgung und dafür wiederum braucht es den Anschluss an das Wasserstoffleitungsnetz. Dass dieses künftig bis nach Eisenhüttenstadt reicht, dafür werde er ich mich stark machen!

Denn für mich ist klar: der Standort Eisenhüttenstadt muss auf jeden Fall erhalten bleiben!