Um 16:30 Uhr wollten wir gestern in Frankfurt (Oder) die Friedensglocke anlässlich des russischen Krieges in der Ukraine läuten. Vielleicht war es ein Zeichen der gegenwärtigen Situation, dass uns dies nicht gelang, führte der Superintendent Schürer-Behrmann in das Friedensgespräch ein.

Nach den Bildern, die uns alle erreichen, nach der Berichterstattung über immer neue Opfer, den Demonstrationen und Gesprächen mit jungen und alten Ukrainer:innen ist klar: Wladimir Putin ist nur noch mit härtesten Sanktionen zu begegnen.
Für die nicht endenden Grausamkeiten in der Ukraine müssen er und seine Berater zur Rechenschaft gezogen werden und die volle Härte der internationalen Zusammenarbeit erfahren.

Die Navivität im Umgang mit Putin muss enden. Wir müssen unseren osteuropäischen Partnerländern zuhören. Sie fordern den Ausschluss von Russland aus dem Swiftsystem. Weitere Sanktionen sollten abstimmt werden mit unseren Partnern. Wir müssen Frieden in Europa sichern.

Zwischen all dem Unverständnis für die russische Politik und der Grausamkeit des Krieges, bin ich auch für die Solidarität mit den Menschen der Ukraine in Frankfurt (Oder) dankbar. Viele Menschen bereiten sich hier auf die Ankunft Vertriebener vor. Es werden Wohnungen und Zimmer gesucht, Willkommenspakete für Kinder gepackt, die medizinische Versorgung geklärt.
Dieses Zeichen der Solidarität schenkt ein wenig Hoffnung.
Gestern um 17:00 Uhr erklang die Friedensglocke in der Uferstraße dann doch noch. Ich bedanke mich für die tolle Organisation bei Herrn Schürer-Behrmann, Vertreter der ökumenischen Kirche, bei Marie Glißmann, stellvertretende SPD-Vorsitzende der SPD Süd und bei Oleksii Kysliak, Vorsitzender der Jungen Union.