Gemeinsam mit der energiepolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Nina Scheer und dem Wahlkreisabgeordneten Erik von Malottki war ich in Lubmin.
Lubmin ist der Ort, an dem Nord Stream I und II ankommen. Von dort wird das Gas mit der EUGAL Erdgas-Pipeline und der OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) durchs Land verteilt, etwa nach Thüringen. Die NEL-Pipeline, die in Richtung Norddeutschland verläuft, liegt dort ebenfalls an. Hier befinden sich außerdem vier Windparks und es kommen mehrere Stromleitungen aus dem Landesinneren an, da in Lubmin vor der Wende ein Atomkraftwerk stand.
Lubmin ist ein Standort, an dem alles vorhanden ist, was man braucht, um Wasserstoff zu produzieren und zu transportieren: Wasser, Strom und Pipelines. Von Lubmin aus kann auch unsere Region versorgt werden. Einen Wasserstoffanteil von bis zu 10 Prozent in die Pipelines einzuspeisen, ist momentan zulässig. Vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages liegt mir ein Gutachten vor, das sogar eine Nutzung von 70 Prozent und mehr in Aussicht stellt. Was wir also sofort tun sollten, ist die Beimischung der besagten 10 Prozent, denn so senken wir den Gaspreis sofort und unmittelbar. Wir sollten dies aus sozialen Aspekten tun, um eine preisdämpfende Wirkung zu erzielen und aus Gründen der Nachhaltigkeit, weil wir mit Wasserstoff als Energieträger unseren CO2-Ausstoß senken.
Wichtig ist es außerdem, Strom möglichst dann zu verbrauchen, wenn er günstig vorhanden ist: am Tag (Tagstromüberschuss). Am Tag spielt die Solarkraft in den Energiemix hinein. Durch die Nutzung von möglichst viel Tagstrom können wir den allgemeinen Gasverbrauch senken. Daher setze ich mich unter anderem für eine Bundesförderung von Batteriespeichern für private Haushalte und Unternehmen ein, deren Kapazität so ausgelegt ist, dass sie als Puffer die Nacht überbrücken können.